September 2026 wir gehen ins Kloster....
2026
Unser Tagesausflug nach Atyrá – Kloster, Fabelwesen
und Rinderroulade
Unser Tagesausflug mit Christina begann pünktlich um
11 Uhr in Asunción – natürlich Richtung Atyrá. California und ihr
„Rentner-Mercedes“ waren mit an Bord, und so ging es bester Laune los.
Wir selbst wussten durch frühere Touren schon
ungefähr, was uns erwartete. Für Christina hingegen war vieles neu. Sie war
zwar schon längere Zeit in Paraguay, hatte bisher aber noch nicht besonders
viel vom Land gesehen. Mit ihrer Freundin gab es keine Stadtbummel oder gar
etwas Kultur. Hier gab es meistens nur ein Ziel wo ist das nächste Lokal zum
Essen.
Für uns als Außenstehende war das schon etwas
ungewöhnlich. Sollte das Bolsi, ein alteingesessenes Lokal in der Innenstadt,
für einen Paraguay-Neuling wirklich mehr zu bieten haben als eine wunderschöne
Klosteranlage in Atyrá oder eine Reise auf den Spuren paraguayischer Mythen und
Fabelwesen?
Also boten wir Christina kurzerhand an, uns auf einem
unserer Ausflüge zu begleiten.
Unser erstes Ziel, die Cooperativa Cumbre in Caacupé,
war schnell abgehakt. Danach ging es noch zu Anna zur ersten Kaffeepause – dort
gibt es schließlich immer sehr guten Kuchen. Frisch gestärkt fuhren wir weiter
zur Klosteranlage in Atyrá.
Durch diese wunderschöne Anlage zu laufen und ihre
besondere Energie aufzunehmen, ist jedes Mal etwas Besonderes – vor allem, wenn
man dafür ein gewisses Gespür hat. Die Ruhe und die besondere Ausstrahlung
dieses Ortes laden geradezu zum Nachdenken ein. Nach einer kurzen Einkehr im
Verkaufsshop ging es wieder zurück ins Auto.
Auf den Spuren der paraguayischen Mythologie
Nun hieß es: den Berg hinauf, direkt hinein in die
paraguayische Mythologie. Unser Ziel waren der Pombero und die verfluchten
sieben Söhne.
Dafür mussten wir zunächst die gepflasterte Straße
verlassen. Am Eingang empfingen uns der Gründer der Anlage – ein 85-jähriger
Mann, der allerdings deutlich jünger wirkte – und sein Enkel. Nach einer kurzen
Erklärung zur Anlage machten wir uns auf den Weg Richtung „Mittelerde“.
Wir liefen durch Hütten hindurch und vorbei an den
verfluchten Söhnen, die hier ihr Zuhause haben. Der Weg selbst war eigentlich
nicht besonders lang. Allerdings hatte es kurz zuvor geregnet, weshalb der
Rundgang doch deutlich anstrengender wurde als gedacht. Eine gemütliche
Wanderung sieht jedenfalls anders aus – besonders dann, wenn der Boden unter
den Füßen eher an eine Rutschbahn erinnert.
Nachdem wir den Rundweg geschafft hatten, ging es noch
hinauf zum Wohnhaus. Im Erdgeschoss war eine ziemlich verrückte, aber
gleichzeitig interessante Ausstellung aufgebaut. Beim Betrachten der einzelnen
Stücke hatten wir drei jedenfalls jede Menge Spaß.
Der Enkel erzählte uns außerdem, dass es noch ein
etwas anderes Ferienhaus gibt, das man über Airbnb mieten kann. Wir konnten es
zwar nur von außen besichtigen, aber ein Aufenthalt dort ist mit Sicherheit
einmal einen Besuch wert. Die Aussicht ins Tal und die Sonnenuntergänge sollen
wirklich beeindruckend sein.
Ein heiliger Ort mit schöner Aussicht
Nach unserem kurzen Aufenthalt bei den Fabelwesen ging
es weiter den Berg hinauf zum nächsten besonderen Ort. Der Mirador Divino Niño
Jesús war unser nächstes Ziel.
Auch in Paraguay gibt es unzählige kleine und
wunderschöne Orte zu entdecken. Man muss es einfach wollen – und offen für
Neues sein. Wer immer nur den Weg zum nächsten Restaurant sucht, verpasst
wahrscheinlich einiges.
Abschluss in Nueva Colombia
Zum Abschluss unseres Ausflugs machten wir noch Halt
in Nueva Colombia bei Olis Taberna. Bei Oli kann man bekanntlich sehr gut
essen, wie wir bereits von früheren Besuchen wussten.
Für mich gab es eine Rinderroulade mit Bratkartoffeln
und dazu einen kühlen Edelmeister – ein Bier mit null Prozent Alkohol und damit
ideal für Autofahrer.
So endete unser abwechslungsreicher Ausflug mit
Kloster, Mythologie, Aussicht, kleinen Abenteuern und natürlich einem guten
Essen. Ein rundum gelungener Tag!
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