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März 2026 auf den Spuren der Eisenbahn - Auswandern nach Paraguay, Anette und Reiner berichten aus ihrer neuen Heimat.

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März 2026 auf den Spuren der Eisenbahn

2026


Auf den Spuren einer längst
                vergangenen Zeit!
Auf den Spuren der Vergangenheit.
 
Montag den 9. März, wir fahren nach Paraguari, unser Ziel ist der ehemalige Bahnhof. Hier Estacion de Ferrocarril Paraguari.
Das, was wir antrafen löste nicht gerade Begeisterung in uns aus. Ein altes, nicht gerade liebevoll renoviertes Hauptgebäude,
natürlich wie so oft in Paraguay für die Allgemeinheit verschlossen. Ein Bahnsteig mit zwei Gleisen, die mittlerweile in einer Rasenfläche eingebettet sind.
Der erst neu aufgestellte Schriftzug, ein Herz für Paraguari, fehlt komplett. Übrig geblieben ist ein Steinsockel, der hier wie der gesamte ehemalige Schriftzug fehl am Platz ist.  
Eine Hinweistafel mit den Geldgebern darunter auch die deutsche Botschaft Asuncion und das war es auch schon. Ein öffentliches WC, wie so oft in Paraguay ist zwar ausgeschildert,
aber nicht zugänglich. Das Restaurant, untergebracht in einem Nebengebäude, das in großen Teilen einsturzgefährtet ist, leider auch geschlossen.

Eine Dampflok mit dem zugehörigen Tender für viel Geld vom Bahnhof Botanischer Garten hierher per Schwertransporter gebracht, steht lieblos auf einem Betonsockel.
Der Sockel hat aber nicht für das ganze Gespann gereicht und somit steht der Tender krumm und schief im Schotter.
Weshalb so ein tolles Relikt aus alten Zeiten nicht näher am Bahnhof und ordentlich auf Gleis steht ist mir ein Rätsel.
Es blutet einem Eisenbahnfan das Herz zu sehen, wie lieblos hier mit einer so tollen Vergangenheit umgegangen wird.
Nicht extra erwähnenswert sind auch hier die überall aus dem Boden stehenden Moniereisen, sowie diverse Stromkabel.
Wurden diese vergessen oder wurden hier gar die Beleuchtungen der Anlagen schon wieder gestohlen.

Eigentlich sollte es doch an solchen tollen Plätzen möglich sein Jemanden zur Betreuung einzustellen.
Eventuell einen Nachbarn der eh hier lebt und meist keine Arbeit hat. So könnte doch die gesamte Anlage inkl. WC für alle offen stehen.
Gerade unter dem Aspekt Touristen in die Städte zu bekommen. Vielleicht sollte darüber der jetzige Bürgermeister nochmal nachdenken.
In Escobar, einer kleinen, sehr sauberen Stadt ist das Bahnhofsgelände ein echtes Schmuckstück.
Das Gebäude selbst ist renoviert und einer ordentlichen Nutzung zur Verfügung gestellt.
Es gibt ein kleines Museum mit manch besonderen Ausstellungsstücken. Im Nebenraum eine kleine Bibliothek und mehrere Computerarbeitsplätze.
Vor Ort eine sehr nette Frau, die alle unsere Fragen beantwortet und auch die vorhandenen Räume verwaltet.
Im Nebengebäude ist ein kleiner Saal, den eine Tanzgruppe nutzt. Die gesamte Außenanlage gepflegt und auf den Schienen steht zur Freude vieler
ein Fahrzeug der besonderen Art, eine sogenannte Lore genauer eine Flachlore.
Diese einfachen Handloren, ohne eigenen Antrieb, wurden früher für folgende Arbeiten eingesetzt.
 
·  Transport von Materialien
z. B. Holz, Steine, Erde oder Werkzeuge
 
·  Bau- und Wartungsarbeiten an Gleisen
Arbeiter haben damit Material entlang der Strecke bewegt
 
·  Bergbau und Industrie
In Minen wurden Loren genutzt, um Erz oder Kohle zu transportieren
 
·  Landwirtschaft / Plantagen
z. B. zum Transport von Erntegut
 
 
Escobar, sicherlich nicht reich gesegnet mit Steuereinnahmen, macht bedeutend mehr her, als manch größere Stadt entlang der alten Bahntrasse.
 
Für Touristen immer gut, es gibt eine öffentliche Toilette die auch geöffnet ist.
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