Pizza im Tatagua, Plomero, Grundstücksgrenze, Pferde entlaufen, Zaun - Auswandern nach Paraguay

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2020


Der 41. Hochzeitstag

Wir luden unsere ehemaligen Nachbarn von der Estancia mit ihren beiden Kindern ein. Zum Kaffee bestellte Reiner eine Maracuja-Torte bei Erika. Die wollte sie uns sogar liefern, fand aber letzendlich unseren Weg nicht. Also fuhren wir ihr entgegen. Als wir sie trafen, hatte sie bereits die Nachbarn aufgeladen, die ihr zufällig über den Weg liefern. So kanns gehen. Da die Torte rechts weich wurde während des Transportes und zudem noch einen leichten Drücker bekam, überreichte sie mir Erika und sagte, dafür berechne ich euch heute mal nichts. Also gut, liebe Erika, hab vielen Dank.
Zum Abendessen holten wir in der deutschen Kneipe Rolladen mit Semmelknödeln und Rotkraut. Wir waren alle pappsatt und es bleib noch ausreichend übrig für eine weitere Mahlzeit.
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Stefan holte einige Kokosnüsse vom Baum.
Die waren echt lecker. In der Liquadora zerkleinert und morgens unters Müsli gemischt.





Diese Aushänge sieht man derzeit vor allen Geschäften.
1. Schild: Während des Einkauf ist eine Schutzmaske zu tragen.
2. Schild: Halte entsprechenden Abstand.
3. Schild: Wasche deine Hände mit Wasser und Seife, Nur eine Person pro Haushalt zum Einkaufen, bringe keine Kinder mit, respektiere die Reihe.

Hier mal ein Einblick in unsere Angestellten. Ohne Mundschutz und ohne Sicherheitsabstand räumen sie den Garten auf. Die Viecher fressen manchmal über Nacht einen Baum ratzekahl und tragen die Blätter in den Bau. Dort formen sie Kügelchen draus und an diesen wachsen dann Pilz, die die Ameisen zur Ernährung brauchen.

Plomero Venancio
Da wir ja immer wieder hören, dass die paraguayischen Handwerker soooo unzuverlässig sind, will ich diese mal in Schutz nehmen.
Ich schickte unserem Plomero (Klempner) Venancio am Montag, den 11., eine WhatsApp mit einem Videos der Schadstelle, dass wir einen Schaden am Wasserrohr unserer Pumpe haben. Er meldete sich innerhalb von 15 MInuten, dass er gerade auswärts sei, aber er morgen oder übermorgen kommen könnte, falls ich keinen anderen Pomero finde. Ich schrieb ihm, kein Problem, hat noch ein/zwei Tage Zeit. Okay, er würde dann morgen kommen. Nur, da regnete es Bindfäden und wir waren uns einig, dass Venancio heute sicher nicht käme. Am nächsten Morgen um 7.30 Uhr hörte ich ein Motorrad auf unserer Piste und siehe da, der Klempner kam angerauscht. Und hatte sogar einiges an Material dabei. Leider war sein Rohr- und Verbindungsmaterial eine Nummer zu klein. Also schwang er sich wieder auf sein Moto und besorgte sich alles in Caacupé. Bald war er zurück und legte los. Ich zeigte ihm dann noch zwei andere Lecktagen und er reparierte gleich weiter. Den tropfenden Wasserhahn in Reiner´s Bad bekam er leider nicht auseinander gebaut und so erklärte er, da müsse wohl ein neuer her. Hier gibt es immer alles nur im Komplettpaket. Ich gab ihm 500.000 GS. Vorschuss für den Materialeinkauf und er versprach, morgen wiederzukommen. Kurze Zeit später erhielt ich ein Foto von ihm, ob der Wasserhahn darauf in Ordnung wäre, da er den gleichen nicht bekäme. Am nächsten Morgen stand er, wie versprochen, wieder auf der Matte.

Am 20. Mai waren morgens unsere Pferde nicht vor dem Tor. Normaler Weise laufen sie da schon immer in der Nähe, weil es ja Futter gibt.  Also noch vor dem Frühstück ins Auto und losgefahren. Wir fuhren bis vor zu unserem früheren Haus auf der Estancia, wo wir eine frischgeapfelten Haufen fanden. Aber von den Pferden keine Spur. Nach ein paar weiteren Metern kehrten wir um. Wieder Zuhause schrieb ich in unsere Polizeigruppe, dass meine Pferde weggelaufen sind. Gleich darauf meldete sich Doris, die in Sichtweite unseres anderen Hauses wohnt, dass sie Augen und Ohren offenhalten würde und auch gleich noch zu den "Jungs" rüber ginge und auch Bescheid geben wollte. Ein paar Minuten später erhielt ich den erlösenden Anruf, dass die Pferdchen auf dem Grundstück neben den "Jungs" wären. Im Grunde  genommen hätten wir sie fast schon selbst finden können, denn der Fundort war ca. 50 Meter weiter, als unser Wendepunkt.

Einige Tage später machte ich mich auf den Weg, um das Loch im Zaun zu suchen. Aber ich fand nur eine nette Frau, die mir erklärte, dass der Zaun weiter unter vollkommen kaputt wäre. Sie hätte auch meine Pferde gesehen, als sie da durch wären.

Also bestellten wir einen Bruder unserer Vermieterin her, der uns die Grenzen des Grundstücks zeigen sollte, nicht, dass wir vielleicht fremde Zäune reparieren. Der kam dann am 29. und ich lief mit ihm durch den teilweisen Dschungel unseres 22 Hektar Grundstücks. Nach fast 2 Stunden waren wir wieder zurück. Das gesamte Grundstück ist kein Land mit vier Eckpunkten, sondern hat jede Menge Ecken und Kanten. Die Schadstelle hatten wir gefunden und wir beschlossen dann, einen Trennzaun zu ziehen, damit die Pferde nicht mehr weiter hinunter konnten, denn in diesem Gestrüpp müssen sie eh nicht herumlaufen.

Für Samstag beauftragte ich Roberto, eine Schneisse an unserem unteren Tor quer hinüber zu ziehen und einen neuen Zaun zu bauen. Nach etwas über zwei Stunden waren die beiden Jungs fertig mit der rund 80 Meter langen Spur, lediglich mit ihren Macheten. Dann erteilte ich ihnen noch den Auftrag, etwas weiter oben die zugewucherte Wiese zu kürzen.
Am Montag Morgen wurde dann der erste Teil unseres Weidezaunes auf der Estancia abgebaut, die Pfosten ausgegraben und im Grundstück eingebuddelt und die Drähte gezogen. Nun konnten die Pferde wieder gefahrlos in das vorderen Grundstück.
 
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